Archiv für Mai 2010

Castortransport nach Gorleben genehmigt

Heute hat das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) den nächsten Transport hochradioaktiver Abfälle in das niedersächsische Zwischenlager Gorleben genehmigt. 11 Atommüll-Behälter sollen bis zum 31.12.2010 in das Wendland gebracht werden.

Laut BfS sei die Beförderungsgenehmigung erteilt worden, nachdem nach intensiver Prüfung die Erfüllung der Genehmigungsvoraussetzungen nach § 4 Atomgesetz festgestellt worden war. Durch Auflagen in der erteilten Beförderungsgenehmigung würde auch sichergestellt, dass die international festgelegten Grenzwerte für radioaktive Kontaminationen der Oberfläche der Transportbehälter eingehalten werden. Dazu wurden Maßnahmen zur Kontaminationsvermeidung, Kontaminationskontrolle, Transport-Dokumentation und Meldepflichten festgelegt.

Es würden bei diesem vorletzten Transport mit aufgearbeitetem Müll aus der französischen Wiederaufarbeitungsanlage La Hague nach Gorleben Behälter vom Typ CASTOR HAW28M und TN85 eingesetzt. Ersterer, deutscher Bauart, steht massiv in der Kritik: Keine realistischen Behältertests sondern Rechenexemel, bei denen sogar noch geschönt wurde, lagen der Sicherheit des Behälters zugrund. Im Februar sorgte zudem die Meldung, dass die Behäter bersten könnten, für Zweifel an der Sicherheit.

Wir fordern den sofortigen Stop aller Transporte nach Gorleben!
Den Castor zum Desaster machen!

Indien – Arbeiter stirbt wegen Uni-Strahlenmüll

Ein indischer Schrotthändler ist beim Zerlegen einer Anlage der Universität Delhi so stark radioaktiv vergiftet worden, dass er an den Folgen starb. Am Donnerstag hatte die indische Polizei der Universität vorgeworfen, sie habe eine Maschine zur Bestrahlung mit radioaktivem Kobalt auf einem Schrottplatz entsorgt. Dadurch sei der 35-jährige Arbeiter tödlich verstrahlt worden, sieben weitere seien zur Behandlung ins Spital gebracht worden.

Die schlampige Entsorgung der stark verstrahlten Maschine ist dabei nur die Spitze des Eisbergs: Physiker der Universität von Neu Delhi sollen vor zwei Jahrzehnten rund 20 Kilogramm Atommüll in eine Grube auf dem Hochschulcampus geschüttet haben. Das berichtete die «Times of India» am Freitag.

Hier der ganze Beitrag bei 20 Minuten Online…